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Ölmühlen-Pfad - Kurzer Rundweg durch den Tüschenbroicher Wald

Aktuelle Wegeinfos

Aufgrund der dauerhaften Schließung der Gastronomie "Tüschenbroicher Mühle" ist die zugehörige Terrasse nicht mehr begehbar. Um den Weg weiterhin barrierefrei nutzen zu können, kann er gegen den Uhrzeigersinn gewandert werden. Dann muss an der Tüschenbroicher Mühle umgedreht und der Hinweg auch als Rückweg genutzt werden. Die Tour verlängert sich damit auf etwa 2,5 km. Eine nicht barrierearme Alternative ist die Nutzung der Treppe hinter der Tüschenbroicher Mühle.

Die Parkplätze an der Tüschenbroicher Mühle sind kostenpflichtig.

  • Strecke: 1,4 km
  • Dauer: 00:30 h
  • Schwierigkeit: leicht
  • Saison: ganzjährig

Wegebeschaffenheit

Naturnah
44%
Asphalt
34%
Feinschotter
12%
Sonstiges
10%

Strecken-Beschreibung

Ausgehend vom Parkplatz an der Tüschenbroicher Mühle geht der Weg zunächst Richtung des gleichnamigen Lokals, über die dortige Sonnenterrasse und überquert den Stau des Mühlteichs. Dann führt er vorbei am Schanzenhof in den Wald. Schon nach ca. 300 m biegt der Weg links ab in einen ausgedehnten Erlenbruchwald. Besonders sumpfige Bereiche werden durch kleine Bohlenstege überbrückt. Folgt man dem geschlängelten Wegeverlauf, geht der Wald in einen alten Buchenmischwald über und man kommt nach Austritt aus dem Wald zur Tüschenbroicher Ölmühle, die auch ein Mühlrad besitzt. Hier hat man auch einen freien Blick auf das Schloss und die Motte. Zur linken Seite sieht man den zur Mühle gehörigen Mühlstau.

Besonderheiten

Die im 14./15. Jahrhundert entstandene Tüschenbroicher Ölmühle ist mit ihren Mühlsteinen und dem Mühlrad bis heute vollständig erhalten geblieben. Die Ölmühle war bis 1912 zum Pressen von Flachsöl in Betrieb und gehörte ursprünglich zum Schloss Tüschenbroich. Die Schwalm gehört zu den wassermühlreichsten Flüssen – mit ursprünglich 25 Mühlen – in NRW. Aufgrund des Flachsanbaus waren Ölmühlen ein lukrativer Wirtschaftsfaktor in der Region.

Die Tier- und Pflanzenwelt

Im feuchten Erlenbruchwald kann man zahlreiche Vogelstimmen während des Spaziergangs auf sich wirken lassen. Mit etwas Glück kann der Spaziergänger einen typischen Bewohner dieses Lebensraumes, den Kleinspecht, beobachten. Er sieht auf den ersten Blick einem Buntspecht in Miniatur ähnlich. Im Buchenwald ist der Schwarzspecht zu hören und auch häufig zu beobachten. Auf dem Mühlsee sind vom Sommer bis in den Herbst hinein die gelben Blüten vieler Teichrosen zu sehen. In ihrem Schutz bauen die Haubentaucher sowie Bläss- und Teichhühner ihre Nester. Unterhalb der Wasseroberfläche ziehen große Karpfen im klaren Wasser ihre Bahnen. Über der Wasseroberfläche sieht man die Libellen bei ihren Flugspielen.