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Brachter Wald-Pfad - Facettenreiches und einzigartiges Naturschutzgebiet

  • Strecke: 5,2 km
  • Dauer: 01:30 h
  • Schwierigkeit: leicht
  • Saison: ganzjährig

Wegebeschaffenheit

Naturnah
25%
Asphalt
75%

Strecken-Beschreibung

Die Heiden im Brachter Wald gehören zu einer langen Kette von Heideflächen, die sich von Kaldenkirchen bis Niederkrüchten, größtenteils eingestreut in Kiefernwald, entlangziehen. Die Übergänge zwischen offenen Heidestreifen, Kiefernwäldern und Splitterschutzwällen sind eine Besonderheit des Gebiets. Der Brachter Wald-Pfad ist ein Rundwanderweg. Er führt auf markierten Wegen 5,2 km durch ein facettenreiches und einzigartiges Naturschutzgebiet.

Besonderheiten

Von 1948 bis 1996 war das etwa 12 km² große Gebiet ein Munitionsdepot der britischen Rheinarmee. Auf dem Gelände standen ca. 200 Hallen und es gab ca. 300 Lagerflächen zur Aufbewahrung von bis zu 45.000 Tonnen konventioneller Munition. Hinter dem rund 18 km langen Zaun gab es ein Netz aus 88 km Wegen, 15 km Schienen und 4 Verladebahnhöfen. Hinter dem Zaun entwickelte sich auf extrem nährstoffarmen und trockenen Flugsandböden eine einzigartige Heidelandschaft, eingebettet in lichten Kiefernwald. 1998 wurden große Teile des Geländes von der NRW-Stiftung gekauft, nachdem der Kreis Viersen das Gebiet 1988 als einstweiliges Naturschutzgebiet Brachter Wald sichergestellt hatte. Genießen Sie den tollen Blick von der ca. 8 Meter hohen Aussichtsplattform. Vielleicht haben Sie Glück und sehen Damhirsche oder eines der Konik-Pferde die hier weiden. Die Tiere wurden aus sehr ursprünglichen, dem Tarpan ähnlichen, polnischen Hauspferden rückgezüchtet. Sie sind sehr genügsam und können die Heidepflanzen beweiden. Von Frühjahr bis Herbst zieht auch ein Schäfer mit seiner Schaf- und Ziegenherde durchs Gebiet und erhält die Heide.

Die Tier- und Pflanzenwelt

Das Naturschutzgebiet ist Heimat vieler europaweit bedrohter Pflanzen und Tiere. So ist das ehemalige Depot der einzige Wuchsort der Grauheide in ganz Deutschland. Der Ziegenmelker, ein nachtaktiver Heidevogel, hat hier sein größtes Brutvorkommen in Nordrhein- Westfalen. Aber auch Heidelerchen und Schwarzkelchen haben hier enorme Brutpaarzahlen. Mit etwas Glück sind auch Kreuzkröten und Zauneidechsen zu beobachten.

Johannes Bröckers Wegescout für den Wanderweg Brachter Wald-Pfad