Die Hompesche Mühle, die 1722 als Getreide- und Ölmühle in Betrieb genommen wurde, markiert den Ausgangspunkt dieser abwechslungsreichen Route. In der historischen Agrarlandschaft mit ihren vielen alten Deichen sind die Spuren der Geschichte deutlich sichtbar. Auch die Moderne ist in Form der Hochspannungsleitung, die das Gebiet durchquert, präsent. Das Schloss Walburg (erbaut um 1650) ist im 20. Jahrhundert vollständig verschwunden, doch die Umrisse sind noch immer deutlich zu erkennen und die Pracht ist nach wie vor spürbar. An mehreren Stellen der Route laufen direkt am Ufer der Maas entlang. Durch den Abbau von Kies und Sand sind verschiedene Teiche entstanden, um die sich die Natur üppig entwickelt hat. Das Schloss Hasselholt aus dem 16. Jahrhundert hat den Zahn der Zeit gut überstanden. Der Molenplas ist der größte See, auf den wir stoßen. An den Ufern weiden frei herumlaufende Galloway-Rinder und Konik-Pferde, die das Gebiet abwechslungsreich halten. Dort findet man blumenreiche Ufer, Weidenwäldchen und viele Wasservögel. Ein Aussichtspunkt ist der ideale Ort, um diese gut zu beobachten. Die Route führt über unzählige Trittsteine durch das Wasser.
Wanderweg
Molenplas - Zwischen Konikpferden und Kormoranen
Aktuelle Wegeinfos
Bei Hochwasser und schlechtem Wetter ist die 2 km lange Umleitung zu empfehlen. Die Route kann schlammig sein, sorgen Sie also für geeignetes Schuhwerk.
Eine Teilstrecke ist derzeit nicht begehbar. Aufgrund von Baggerarbeiten an einem Nebenarm der Maas bleibt ein kleiner Abschnitt voraussichtlich bis Anfang 2027 gesperrt. Eine Umleitung über die Straße ist ausgeschildert und kann vor Ort genutzt werden.
Molenplas
- Strecke: 11,1 km
- Dauer: 03:00 h
- Schwierigkeit: mittelschwer
- Saison: ganzjährig
Wegebeschaffenheit
Strecken-Beschreibung
An der Hompesche Windmühle startet der Molenplas (Mühlensee) Wanderweg. Das Besondere an diesem Weg ist, dass er sich auf einer Insel befindet, die von zwei Nebenarmen der Maas umschlossen wird. Zunächst führt ein Kiesweg an einer Gruppe abgestorbener, zweitausend Jahre alter Bäume vorbei, die im Zuge des Kiesabbaus geborgen wurden und nun wie urzeitliche Monumente wirken.
Etwas weiter am Seeufer entlang liegt das Örtchen Ohé mit dem märchenhaften Schloss Hasselholt, das im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Nun führt der Weg mit seiner ausgeprägten Ufervegetation am Deich des Juliana-Kanals entlang, bis man zwischen zwei Seen hindurch das Wasser überqueren muss. Dazu dienen Findlinge aus der Maas als Trittsteine. Achtung! Bei feuchtem Wetter und im Winter sind die Trittsteine möglicherweise nicht begehbar (Alternative gestrichelte Route). Nächste Station ist eine Vogel-Beobachtungshütte, von der aus man eine herrliche Sicht auf den See hat. Dann geht es durch eine abwechslungsreiche Pflanzenwelt zurück zur Hompesche-Mühle.
Tipps und Besonderheiten
Schloss Hasselholt wurde ursprünglich im spätgotischen Stil erbaut und in der Renaissance fertiggestellt. Die Hompesche Mühle ist mit 8 Stockwerken und 37 Metern die höchste Windmühle in Limburg. Sie wurde 1722 als Getreide- und Ölmühle in Betrieb genommen. In der Nähe des Molenplas liegt die mittelalterliche Festungsstadt Stevensweert mit einer spanischen Festung, alten Kanonen, Kopfsteinpflasterstraßen und vielen historischen Gebäuden. Die Spanier nutzten die Festung, um die Versorgung von Maastricht abzuschneiden. Das Naturschutzgebiet rund um den Molenplas wird von Natuurmonumenten (www.natuurmonumenten.nl) verwaltet. Nach dem Kiesabbau hat die Natur seit 2008 alle Möglichkeiten, sich selbst zu entwickeln. Bitte halten sie immer Abstand zu den Pferden und Rindern.
Die Tier- und Pflanzenwelt
Diese durch das Wasser geprägte Landschaft hat nicht nur dem Erholung suchenden Wanderer eine Menge zu bieten, sondern auch dem Liebhaber und Kenner der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Die spezifischen Boden- und Klimabedingungen der Region bieten auch seltenen Pflanzen einen idealen Lebensraum. Und schon die Vielfalt der Vogelarten lässt das Herz des Tier- Kenners höher schlagen: Eisvögel, Wiesenpieper, Flussseeschwalbe und Flussregenpfeifer auf ihrer Durchreise in Herbst und Winter. Charakteristisch für dieses Gebiet sind frei grasende Galloway- Rinder und Konik-Pferde, die hier die Landschaft offen halten.
Auch Biber haben hier einen Lebensraum gefunden.
Downloads & Routenplanung
Gastronomie
Einkehren und übernachten
Unsere Empfehlung
Öffentliche Verkehrsmittel
Ab Bahnhof Roermond Bus 61 Richtung Ohé en Laak bis Haltestelle Ohé en Laak, Haltestelle Dorpsstraat
So finden Sie hin
Auto & Parken
Parkplatz Hompesche Molen, NL Stevensweert
(Navigation: NL-6107 AA Stevensweert, Bilt 1)
N51°14'37'', E5°54'42''